Die Ursulinenschule als christliche
Schule
Die Ursulinenschule versteht sich als christliche Modellschule, in der es nicht
nur um die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten geht, sondern auch darum,
Kindern und Jugendlichen Perspektiven für eine sinnvolle Lebensführung zu geben.
Was sie als katholische Schule kennzeichnet, ist ihr Bezug auf eine echt
christliche Weltanschauung, deren Mittelpunkt Jesus Christus ist. Hieraus lassen
sich pädagogischen Wesensmerkmale ableiten: Respekt vor der Einzigartigkeit
jedes Menschen, Lernen als sozialer Prozess, Vorbildfunktion der Lehrkräfte,
Erziehung zur Selbständigkeit, Vermittlung von Werten über die Schule hinaus. In
den Fächern und den anderen Aktivitäten der Schule (Projektwochen, Wandertage,
Schul-, Sport- und Schwimmfeste) erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass die
Wirklichkeit viele Dimensionen besitzt und mehr ist als ihre Oberfläche. Ziel
ist es, eine innere Einstellung zu entwickeln, in der Ehrfurcht und
Verantwortung gegenüber sich selbst, gegenüber den Mitmenschen und gegenüber der
Natur eine wesentliche Rolle spielen. Die einzelnen Fächer bieten daher nicht
nur Kenntnisse an, die es zu erwerben gilt, sondern auch Lebensweisheit, Werte
und Orientierungen. Schulpastorale Angebote begleiten das Schulleben:
wöchentliche Gottesdienste, religiöse Orientierungstage, Begleitung von
behinderten Menschen, Aktionen für die Partnerschule in Lima (Peru), meditative
Angebote.
Im Einzelnen werden auf der Basis eines
christlichen Welt- und Menschenbildes folgende Erkenntnisse und Fähigkeiten
angestrebt:
die Fähigkeit zum Staunen,
die Fähigkeit, eine Erscheinung als eine Ganzheit zu sehen, die in sich vielgestaltig ist und die in einem unlösbaren Geflecht mit anderen steht,
die Fähigkeit, über rationale, wissenschaftliche Erkenntnisse hinaus zu fragen und zu erkennen, was hinter den Erscheinungen steht,
das Erkennen einer Ordnung, sei es einer Gesetzmäßigkeit in der unbelebten Natur, sei es des Sinnes im menschlichen Geschehen.
Der Umgang miteinander ist von zentraler Bedeutung. Der Umgang der Lehrkräfte mit den Schülern ist dabei durch persönliche Anteilnahme, durch echten Austausch, aber auch durch konsequente alltägliche Verhaltensweisen geprägt. Dazu gehören auch Höflichkeitsnormen wie das gegenseitige Grüßen, Tischmanieren oder das Aufhalten von Türen.
Die Ursulinenschule als Schule besonderer pädagogischer Prägung
Die Ursulinenschule hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Vereinzelung, dem Konkurrenzkampf und dem Leistungsdruck der Gesellschaft entgegenzuwirken. Die Schüler sollen gemeinschaftliches Leben in der Schulgemeinde erfahren und erkennen, dass die Schule für alle Menschen, die mit ihr zu tun haben, da ist und sich ihrer gesamten Persönlichkeit und den unterschiedlichen sozialen Problemen annimmt. Schüler sollen „das richtige und gute Leben lernen“ (Comenius). Hierzu gehören:
Unterstützung von Schülern bei spezifischen Schulproblemen im Förderunterricht, für den am Nachmittag Fachlehrkräfte zur Verfügung stehen,
Förderung des Sozialverhaltens, der Kommunikations- und Gruppenfähigkeit in Klassenlehrer- und Klassenratsstunden (zum Teil nach dem Lions-Quest-Modell),
Individuelle Beratung von Schülern und Eltern in Konfliktfällen durch Klassenlehrer, Lehrkräfte, Schulleitung und Erzieherinnen,
Durchführung von Freizeitprogrammen, Schülerseminaren und Arbeitsgemeinschaften, in denen Lehrer und Schüler zwanglos miteinander arbeiten und umgehen,
Erleben des gemeinsamen Mahlhaltens mit der Klassengemeinschaft beim Mittagstisch,
Gezielte Lehrerbildungsarbeit (schulinterne Lehrerfortbildungen, schulpastorale Tage),
Zusammenarbeit mit Institutionen, die sich um bedürftige Menschen kümmern (Caritas, Diakonie, Armenschulen Miramar/Peru), um christliche Nächstenliebe erfahrbar zu machen.
Ein zentrales Element der schulischen Arbeit stellt die Freizeitpädagogik dar, deren Intention es ist, den Schülern Hilfestellungen zur Identitätsfindung zu geben und sie zu einer selbstbestimmten und sinnerfüllten Freizeitgestaltung zu führen. Freizeit im Ganztagesprogramm der Ursulinenschule dient der geistigen Orientierung, der Erholung und dem Entdecken neuer Möglichkeiten und wirkt einem unkritischen Konsum- und Wirtschaftsverhalten entgegen.
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