Ursulinenschule Fritzlar

Ein Tag für die Literatur am 10. Mai 2009

Die Lesung fand im Klostergarten statt.

               

       

Bilder des OK Kunst über das Leben der berühmten romantischen Schriftstellerin an der Ursulinenschule

Wir, der Kunst-Leistungskurs des 11. Jahrgangs, haben uns, inspiriert vom Tag der Literatur, mit der Geschichte Bettina von Arnims auseinandergesetzt.

Doch wer war sie eigentlich? Wer kann sich denn überhaupt noch an die Frau auf dem Fünfmarkschein erinnern? – Viele können mit dem Namen Bettina von Arnim gar nichts anfangen, obwohl sie für die Literaturgeschichte sehr bedeutend ist und alle Lorbeeren verdient hätte, was Musik- und Kunstgeschichte betrifft, denn in all diesen Disziplinen war sie wegweisend. Allerdings weiß man dies erst heute, denn die Frau des beginnenden 19. Jahrhunderts hatte im Allgemeinen, so anerkannt sie im Privaten sein mochte, in der Öffentlichkeit wenig zu melden.

Bettina von Arnim betonte immer wieder den Einfluss, den die Erziehung der Ursulinen in Fritzlar auf die positive Entwicklung ihrer Begabung genommen hat. Vor ungefähr 200 Jahren besuchte sie unsere Klosterschule mehrere Jahre, war ein aufgewecktes und eigenwilliges Kind und eine der Lieblingsschülerinnen der Nonnen.

Wer hätte es für möglich gehalten, dass diese kleine Klosterschülerin einmal Kontakt zu einigen der einflussreichsten Persönlichkeiten der Romantik, wie Goethe, Tieck, Beethoven und den Brüdern Grimm haben würde?

Über längere Zeit haben wir uns mit ihrem Leben und ihrem Charakter, vor allem aber auch mit der Zeit, in der sie lebte, beschäftigt

Durch ihre bildhaften Briefe konnten wir uns einen guten Eindruck über ihr damaliges Leben im Kloster machen. Wir erfuhren von ihren Entdeckungen, ihren Freundschaften und ihren Verlusten. Außerdem konnten wir uns so einen Überblick über die Briefkultur und die Epoche der Romantik, sowie über die Lebensverhältnisse der Menschen im ausgehenden 18. Jahrhundert und dem 19 Jahrhundert  verschaffen.

Unser Ziel war es, ihre lebensfrohe neugierige Art mit unseren Ölbildern am Leben zu erhalten und vor allem ihre Zeit an der Ursulinenschule in Fritzlar, die sie in zahlreichen Briefen beschreibt, durch Bilder zu illustrieren.

Um dies zu erreichen, versetze sich jeder von uns in einen dieser Briefe und versuchte die Stimmung des Moments einzufangen und Bettines damaliges Lebensgefühl bezüglich des uns bekannten Ortes auf diese Art anderen Menschen weiterzugeben, wir dachten besonders an die Ursulinenschüler der heutigen Zeit.

Umschlossen von Bäumen, im Klostergarten der Ursulinenschule, mit Blick auf Fritzlar, konnte man unsere Gemälde am Freitag, den 8. Mai mit einer Lesung der dazugehörigen Briefausschnitte genießen.

Für diejenigen, die dieses Ereignis verpasst haben, bieten wir hier einige Eindrücke.

Isabell Bülter, Luisa Elbel, Annabella Hess, Christian Schneider, Nathalie Ucke, Caroline Völker, Kristin Wenzel

http://www.hr-online.de/website/specials/literaturland/index.jsp?rubrik=44998&key=standard_document_36655480