Ursulinenschule Fritzlar

  
Poznan 2006

Ein poetischer Dokumentarfilm ?

Was soll man sich unter einem poetischen Dokumentarfilm genauer vorstellen ? Dieser Frage wollten kurz vor den Sommerferien 16 deutsche und 14 polnische Jugendliche bei dem Filmworkshop in Poznan nachgehen. Wie bereits im Herbst letzten Jahres trafen sich diesmal vom 1.7. bis 8.06 die Videofilm-Freaks der Ursulinenschule mit ihren Gleichgesinnten aus dem 20. Liceum (Oberstufengymnasium) in Poznan, um mit Hilfe eines Themen orientierten Ansatzes einen sprachlich-kulturellen Austausch durch zu führen. Die Jugendlichen, die begeistert dem Angebot folgten konnten diesmal auf die fachmännische Unterstützung von Kameramann Steffen Ackermann, einem Mitarbeiter des Offenen Kanal in Kassel, zurück greifen. Die Zusammenarbeit mit dem Offenen Kanal war für die Durchführung des Projektes ein einziger Gewinn, denn nicht nur vom Knowhow, sondern auch von der technisch und logistischen Unterstützung profitierten die Jugendlichen in besonderem Maße.

Die Ergebnisse der deutsch-polnischen Koproduktion zeigen drei überdurchschnittliche Dokumentarfilme, die sich alle mit den typischen Eigenheiten der Stadt Poznan, den Brüchen zwischen dem Alten und Neuen, deren Bewohner, ihren besonderen Lebensgewohnheiten und Wünschen auseinandersetzten. Das Projekt, wie es in dieser Form verwirklicht wurde, war nur möglich weil der Hauptorganisator Günter Edelmann zwei Sponsoren gewinnen konnte. Zum einen war dies die LPR ( Landesanstalt für den privaten Rundfunk ) und zum anderen das Deutsch-polnische Jugendwerk ( DPJW ), die mit ihrer finanziellen Unterstützung den 30 Jugendlichen eine unvergessliche Woche und eine durchweg positive Erfahrung in der Zusammenarbeit mit den beiderseitigen Nachbarn ermöglicht haben, bei der nicht nur viele Klischees und Vorurteile gegenseitig abgebaut werden konnten, sondern auch zahlreiche Freundschaften geschlossen wurden.

Daneben erfreuten sich die Jugendlichen an dem sehr abwechslungsreichen Beiprogramm, das die polnischen Gastgeber organisierten. Die Bandbreite der Freizeitaktivitäten erstreckte sich von dem Besuch des internationalen Theaterfestivals, was zeitgleich in Poznan gastierte bis hin zum Wasserski fahren, Bockwurst überm Lagerfeuer grillen und vielem mehr.

Das Projekt wird im Herbst seine Fortsetzung erfahren, denn dann werden die polnischen Jungfilmer zu Gast in Fritzlar sein und ihre Eindrücke von dem Gastgeberland in einem Film dokumentieren. Zum krönender Abschluss des gesamten Projekts ist eine Live- Sendung am 30.10 06 im OK Kassel geplant, in der die Mitwirkenden ihr Projekt und ihre Dokumentarfilme der Öffentlichkeit vorführen werden.

 (Zeitungsartikel)