| Deutsch-polnischer Filmworkshop |
Eine gelungene
Verbindung von Arbeit und Spaß
Deutsch- Polnischer- Filmworkshop vom 06.11.2005-13.11.2005 in Poznań und Berlin
Die Mitglieder der Mediengruppe der Ursulinenschule Fritzlar wurden nach Polen zu einem Filmworkshop eingeladen, der von einem Filmpreisträger geleitet werden sollte.
Ziel dieses Projektes war nicht nur das Erlernen und Schulen von Fähigkeiten im Bereich Film, sondern auch der deutsch-polnische Kulturaustausch, der zur Allgemeinen Völkerverständigung beitragen sollte, und auch auf bundesweiter Ebene Anklang fand.
An dem Austausch haben gleichermaßen deutsche wie polnische Schüler von 15 bis 19 Jahren teilgenommen, die entweder medienbegeistert ihre Kenntnisse erweitern wollten, oder auf möglichst vergnügungsbetonte Art und Weise den Kulturaustausch zwischen den Jugendlichen zu fördern wussten.
Es folgt ein Erlebnisbericht von Daria Fikus, die versucht die Atmosphäre während des Workshops in eigenen Worten einzufangen und dem Leser verständlich zu machen.
Bereits beim ersten Treffen der zwei 15-Köpfigen Gruppen fielen die Vorurteile, soweit welche vorhanden waren, und direkt gab es nur noch eine große Gruppe. In dieser Gruppe ging es am nächsten Tag, nach dem ersten gemeinsam verbrachten Abend, in die Welt des Films.
Am ersten Tag besuchte die Gruppe den regionalen Fernsehsender PTV, wo man eine informative Führung geboten kam. Anschließend begann der Workshop mit einer theoretischen Einführung über die Filmsprache unter der Leitung eines Filmexperten. Daraufhin hatten die Schüler die Möglichkeit, eine professionelle Kamera in all ihren Funktionen auszuprobieren. Am darauf folgenden Tag ging es gleich am Vormittag weiter mit Erläuterungen über das Drehbuchschreiben. Daraufhin wurde die große Gruppe wieder in kleinere Gruppen geteilt, um praktische Übungen in diesen zu bewerkstelligen, welche jeweils aus drei deutschen und drei polnischen Schülern bestanden. Am Nachmittag wurden die ersten erstellten Kurzfilme gemeinsam angeschaut und mit Hilfe des Filmexperten besprochen. Nach sowohl positiver als auch negativer Kritik bekamen die Gruppen eine neue Herausforderung gestellt: Aufgabe war es einen Mastershot zu drehen. Bevor die Schüler selber zur Tat schritten, zeigte der Filmexperte auf seine lebendige Art und Weise (mit vielen lustigen Beispielen), was die einzelnen Gruppen bis zum Abend in die Tat umsetzen sollten.
Der dritte und schon letzte Tag des Aufenthalts in Poznań war weniger für den Filmlehrgang wichtig, dafür mehr für das Kennenlernen der polnischen Kultur. Nach einem gemeinsamen Besuch im Zeichentrickfilmstudio, wurden die deutschen Schüler jeweils einem polnischen Schüler zugeteilt und verbrachten den Nachmittag und Abend zusammen in einer polnischen Familie. Am nächsten Morgen war der Aufenthalt in Poznań leider schon zu Ende, jedoch erwartete die Schüler noch eine gemeinsame Zeit in Deutschland und so fuhr die Gruppe in einem Reisebus nach Berlin. Dort angekommen ging es am selben Tag weiter mit einer neuen Aufgabe für die Schüler, die zunächst ausführlich und humorvoll von dem Leiter des Workshops dargestellt wurde. Nun hatten die Schüler den Auftrag einen Werbespot zu drehen, dessen Ausführung mit viel Spaß vor sich ging. „Das Klopapier ist ja sooo sanft“ war unter vielen anderen Witzigen Ideen die Aussage eines Werbespots.
Nach einem heiter verbrachten Abend und einer kurzen Nacht ging es weiter mit dem letzten Auftrag des Seminars, eine Dokumentation über den Ort, und die jeweiligen Gefühle ihm gegenüber, zu drehen. In den Gruppen verstand man sich mittlerweile so gut, dass man selbst die nicht allzu reichlich ausfallende Freizeit gemeinsam in der Stadt verbrachte. Das Abendessen wurde an diesem Abend gemeinsam zubereitet, was für eine überaus amüsante Atmosphäre sorgte. Der letzte Tag wurde dazu verwendet, dem erlernten Filmwissen einen historischen Hintergrund beizumessen, weshalb wir alle gemeinsam das Filmmuseum in Berlin besuchten. Danach wurden die selbst erstellten Filmetüden auf einer Kinoleinwand gezeigt. Nach dem Abendessen wurde bis spät in die Nacht die letzte, gemeinsame Nacht verbracht. Am nächsten Morgen wurde die große Gruppe wieder getrennt und alle fuhren wieder nach Hause. Es gab wohl keinen, der es nicht bedauerte, dass die Zeit schon rum war und der diese Erfahrung nicht wiederholen würde!
Liebe Grüße
Nach solch aufschlussreichen Worten bleibt die Frage, wie sich bundesweite Projekte dieser Art auf die Medienkompetenz der Jugendlichen ausschlagen. An dem obigen Beispiel sieht man, dass man Filme, und die damit verbundene Intention der Autoren, durch die Vermittlung der verwendeten Filmsprache transparent machen kann.
Hierbei zählt vor allem, wie der vermittelnde Fachmann dies vollbringt. Ob er durch seine lockere Art den Lernstoff vermittelt, spielt ebenso eine Rolle, wie er durch seine Kompetenz überzeugen muss.
Filmworkshops dieser Kategorie sind eine Bereicherung für den Schulalltag und eine sinnvolle Einrichtung, die hoffentlich weiter ausgebaut wird.
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