Ursulinenschule Fritzlar

Besuch unserer Patenschule in Miramar 

Herr Blum und Frau Daake-Ehrhardt berichten: 

In den Sommerferien 2011 unternahmen wir in Begleitung unserer Ehepartner eine Reise nach Peru, um unsere Partnerschule St. Josef in Lima - Miramar zu besuchen. Zuerst  schauten wir aber in der  Schule St. Ursula vorbei. Sie liegt im reicheren Stadtteil Miraflores und  wurde vor 75 Jahren  von  Ursulinenschwestern aus Fritzlar gegründet.  Diese waren in den 30er Jahren, nachdem ihr Kloster  von den Nationalsozialisten geschlossen worden war,  nach Peru ausgewandert.  Nach einer anfangs sicher sehr harten Zeit, so berichtete uns  Sr. Theresa gelang es ihnen dennoch,  eine angesehene Bildungsstätte für Mädchen aufzubauen. Drei der damals ausgewanderten Schwestern leben heute noch im Konvent in Lima und freuten sich natürlich besonders über unseren Besuch aus Deutschland. So wurden wir sehr herzlich empfangen und wir konnten viele Fragen bezüglich der Heimat der Schwestern beantworten. Auch bei einem Rundgang durch die Schulgebäude waren die deutschen Wurzeln stets präsent:

Die Schüler sprechen alle etwas Deutsch, Hinweistafeln sind auf Deutsch verfasst und sogar die Schulleiterin Frau Nuyken kommt  aus Deutschland.

Wir stellten fest, dass  diese Schule über eine gute Ausstattung verfügt, denn die Schüler zahlen reichlich Schulgeld. Sie unterstützen aber auch tatkräftig  die St. Josef  Schule im ärmeren Stadtteil Miramar. Dorthin geht ja auch das Geld, das bei unseren Spendenaktionen in Fritzlar zusammenkommt. Deshalb waren wir natürlich auf den Besuch dort besonders gespannt.  Die Schule St. Josef entstand Ende der  50er Jahre. Da die Schwestern inzwischen ein relativ gesichertes Auskommen hatten, beschlossen sie damals, sich gemäß ihres christlichen Auftrages um die Bedürftigen von Miramar, eines  Armenviertels von Lima, zu kümmern. Ihre Arbeit beschränkte sich dabei aber nicht nur auf das Unterrichten, sondern sie leisteten auch wichtige Sozialarbeit in den Familien.

 Dies ist bis heute so geblieben.

Wir freuten uns darauf, einmal vor Ort persönlich Kontakt aufzunehmen mit den Menschen, für die sich unsere Schule durch allerlei Aktionen nun schon seit 25 Jahren engagiert. Als wir den von einer hohen Mauer umgebenen Schulhof  betraten, konnten wir erahnen, welche Bedeutung diese „Oase“ für die Schüler aus der Umgebung haben muss. Da gibt es Spielgeräte, kleine Grünflächen, helle Räume, vor allem aber saubere Sanitäranlagen und gesunde, schmackhafte Mahlzeiten. So begrüßten uns fröhliche, freundliche Kinder, die für und mit uns sangen und tanzten. Aber natürlich wird dort auch gelernt, zwar mit einfachen Mitteln, allerdings offensichtlich  recht motiviert und erfolgreich.

Daher gelangten wir zu der Überzeugung, dass unsere Spenden aus Fritzlar hier gut angelegt sind, halten aber neben der finanziellen  Hilfe auch andere Formen der Partnerschaft für wünschenswert.

Ideen sind willkommen!

Im Gespräch mit der Oberin erfuhren wir von der Notwendigkeit, die Küche, in der Mütter das Schulessen zubereiten, zu erweitern. Sicher ein sinnvolles Objekt für unsere nächsten Spendenaktionen!