Der hessische Medienkompetenzpreis ging an die Ursulinenschule
„Jam4You“ lautet der Beitrag, der von der Video-AG „running pics“ zum diesjährigen Wettbewerb um die Vergabe des MediaSurfer- Preises der LPR- Hessen eingereicht wurde. Dieser wurde in diesem Jahr bereits zum siebten Mal durch die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) vergeben.
Der Sonderpreis der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft ist mit 1.500,- Euro für medienpädagogische Arbeit dotiert. Prämiert wurden in erster Linie solche Arbeiten, die sich mit dem Thema „Gegenseitige Rücksichtnahme in den öffentlichen Verkehrsmitteln Nordhessens“ auseinandersetzen und diese mit den Medien Fernsehen, Video oder Handy realisieren.
Der Magazinbeitrag der Video AG- „ running pics“ dokumentiert einen von Kulturnetz und KVG initiierten Schauspielworkshop.
Die aus mehreren Fernsehserien bekannte Schauspielerin Franziska Traub erarbeitete mit Jugendlichen verschiedene Szenen, in denen Themen wie „ Achtung“, “Rücksichtnahme“ und „ besseres Miteinander“ im öffentlichen Nahverkehr im Mittelpunkt standen. Der Beitrag der Ursulinenschule besticht, laut Michael Oelemann - Marketingchef der KVG, durch die besondere Beobachterrolle - wie gehen andere mit diesem Thema um - und durch seine hohe Qualität der Produktion. Für die Vergabe des Sonderpreises der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft war von Bedeutung, ob die medienpädagogische Arbeit zu einer selbstkritischen Auseinandersetzung mit dem Umgang mit Medien im öffentlichen Raum ("unterwegs") führt.
Eingereicht werden konnten hessische, medienpädagogische Projekte von und mit Kindern und Jugendlichen, die im Jahr 2009 durchgeführt, weiterentwickelt oder abgeschlossen wurden.
Solche Wettbewerbe sind nach Meinung von Günter Edelmann ungemein wichtig, bieten sie doch einen Anreiz für Jugendliche außerhalb des schulischen Eigenlebens, ihr Können unter Beweis zu stellen. Medienpädagogik braucht die Öffentlichkeit, sonst ist sie nicht vermittelbar und die LPR schafft mit dem MedienSurferpreis eine Bühne Hessen weit. Dass die Schüler der Ursulinenschule nach 2004, 2006 und nun auch 2009 zu den Gewinnern des landesweiten Medienkompetenzpreises zählen, zeigt dass dort die Medienpädagogik einen hohen Stellenwert besitzt und mit Herrn Edelmann ein engagierter und kompetenter Medienlehrer aktiv ist.
http://www.lpr-hessen.de/default.asp?m=3&s=2722
Pressemitteilung der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien Kassel, 28. April 2010
Die MediaSurfer 2009 sind gefunden!
Leuchtende Kinderaugen bei der siebten MediaSurfer-Preisverleihung.
Ein Jahr ist vorbei. Die Zeit des Wartens hatte am Mittwoch ein Ende. Über 350 Gäste waren in das Kasseler Cineplex Capitol Filmtheater gekommen. Das alles aus nur einem Grund: Um die MediaSurfer-Preisverleihung live mitzuerleben. Zum siebten Mal in Folge verlieh die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) den begehrten MedienKompetenzPreis Hessen. In diesem Jahr hatten sich rund 1.500 Kinder und Jugendliche beworben.
Im Raum knistert es. Unruhig tippeln die Zehenspitzen auf dem Boden. Die nominierten Kinder- und Jugendgruppen aus ganz Hessen warten voller Vorfreude. Dann ist es endlich soweit. Tom Lehel, Moderator für den MediaSurfer 2009, betritt die Bühne. Und nacheinander nehmen elf Siegergruppen ihre Preise entgegen. Voller Stolz: Sie haben es geschafft. Durch Fantasie und Leidenschaft konnten sie die Juroren überzeugen.
Zu bewerten waren 68 Projekt aus den Bereichen Film/Video, Radio/Audio, Computer/Internet und Handy. Die Jury vergab in vier Alterskategorien Preisgelder in Höhe von insgesamt 12.000 Euro. Nicht für Süßigkeiten. Nein. Für die zukünftige medienpädagogische Arbeit. Denn immer wieder zeigt sich: Medienkompetenzvermittlung ist voll im Trend. So verlieh auch das Hessische Kultusministerium einen Sonderpreis im Wert von 2.000 Euro. Erstmals wurde von der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG ein zweiter Sonderpreis im Wert von 1.500 Euro vergeben.
Professor Wolfgang Thaenert, Direktor der LPR Hessen, äußert sich mit Freude über das große Interesse am MedienKompetenzPreis Hessen: „Es ist immer wieder schön zu sehen, dass unser MediaSurfer eine derart positive Resonanz erfährt. Nicht nur die Bewerbungen waren zahlreich, sondern auch die Medien, mit denen im Rahmen der Projektrealisierung gearbeitet wurde. Das zeigt uns, dass die Medienkompetenzvermittlung in Hessen auf einem guten Weg ist. Die Anregung zur Nachahmung und Entwicklung weiterer medienpädagogischer Projekte ist unser großes Ziel.“

Der Media Surfer 2010
Am Mittwoch den 29. April 2010 waren wir, die Schüler Johannes Wahl, Kristina Mandler, Leonie Bernhard und Hannah Freudenstein der Jahrgangsstufe 12 unter Leitung von Hr. Edelmann und in Begleitung von Fr. Ramisch nach Kassel zur siebten Verleihung des Mediasurfer Preises eingeladen.
Mittwoch um kurz nach Eins ging es dann auch, nachdem wir alle noch schnell unseren Anzug oder unser kleines Schwarzes übergestreift hatten, zur Freude von Hr. Edelmanns los, schließlich sollten wir pünktlich um 14h in Kassel am Cineplex, dem Kino in der Wilhelmsstraße sein.
Nach einigem Hin und Her hektischer Parkplatzsuche, „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir bei der Birne geparkt haben!“, stürmten wir schließlich das Kino, wo bereits der rote Teppich und ein dazu passendes rotes Krümelmonster auf uns warteten um gemeinsam mit uns im Blitzlichtgewitter der Paparazzi und Fr. Ramischs zu glänzen.
Errettet durch das Begrüßungskomitee, bestehend aus einer netten, jungen Frau mit Headset und Klemmbrett im Arm, welche uns selbstverständlich gleich mit Namen begrüßte, schließlich ist Hr. Edelmann ja schon ein alter Hase im Geschäft und stadtbekannt, stiegen wir hinab in den Premierensaal um es uns in den leuchtend roten Sesseln mit unserem Getränk, natürlich Cola, Schleichwerbung muss sein, und den kleinen, süßen, Kindergarten-Kindern so bequem wie möglich zu machen.
Nachdem auch der letzte sich seinen Platz gesichert und das nicht vorhandene Orchester einen nicht hörbaren Tusch von sich gegeben hatte, konnte es losgehen: Tom stürmte die Bühne!
Tom ward nämlich zum diesjährigen Moderator der Preisverleihung erkoren, welcher seinen Weltstar-Status als Moderator von Tabaluga-Tivi und sicherlich auch dank seiner ungewöhnlichen Frisur erlang.
(Sein Haarkranz ist zu beiden Seiten hochgegelt und er trägt immer eine Sonnenbrille – auf dem Kopf! Na, erinnert ihr euch?)
Nach seiner fetzigen Anmoderation des Nachmittages, sicherheitshalber stellte er sich selbst gleich auch noch einmal vor, was natürlich mit begeistert quietschigem Applaus der Kinder und einem wir sind zu cool um zu klatschen der Jugendlichen quittiert wurde, gab er eine Vorstellungsrunde der Anwesenden VIPs sowie der Jury zum Besten; wiederum durch die begeisterten Kinder untermalt.
Die Ehre gaben sich Winfried Engel (Vorsitzender der Versammlung der LPR Hessen), Angelika Heyen (Thüringer Landesmedienanstalt), Hella Lopez (Vorstandsmitglied Elternbund Hessen), Peter Ochs (Hessische/Niedersächsische Allgemeine), Jochen Hooss (Hessisches Kultusministerium), Christof Heun (Medienzentrum Frankfurt e.V.), Michael Oelemann (Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG) und Annette Schriefers (LPR Hessen) sowie der Stellvertreter des Bürgermeisters von Kassel, der Bürgermeister Baunatals und ein SPD-Abgeordneter nebst weiteren Hohen Tieren aus verschiedenen Medienbereichen wie Presse, Fernsehen und Radio.
Die Medien selbst waren natürlich auch vertreten und kämpften sich mit Mikrofonen, Kabeln, Licht und Kamera durch die Reihen und Massen zu ihrem jeweiligen Bildmaterial.
Hingegen kam Tom auf der Bühne nach einigen einleitenden Worten seitens des Veranstalters zur Bekanntgabe der Nominierten der ersten Altersklasse, den Kindern bis 6 Jahren. Pro Altersklasse, es wurden vier Gruppen (bis 6, bis 10, bis 10 und bis 18 Jahre) unterschieden, wurden jeweils ein kurzer Clip der Nominierten sowie der Gewinnerbeitrag gezeigt. Während die einzelnen Gruppen sich noch auf die Bühne kämpften, verlas die Jury dann die Gründe für die Auszeichnung und vergab anschließend eine Urkunde mit einem farblich passenden Strandspiel für alle. Noch ein „Spaghettiiiii“ für die Kamera und man konnte sich wieder auf seine Plätze zurückziehen.
Die Gewinnerbeiträge zeichneten sich dabei besonders durch die Eigenständigkeit der Kinder und Jugendlichen, der Wahl des Themas und die hervorragend kreative Umsetzung aus.
Leider zog sich das ganze Prozedere für jeden Geschmack etwas zu sehr in die Länge und spätestens als die Kamera Hr. Edelmanns von der Ablage krachte, weil sich die Konzentration unserer Sitzgenossen vor uns auch dem Ende neigte, konnte man auch bei uns die ersten Zeichen von Ungeduld erkennen.
Tapfer hielten wir durch, ertrugen das Gegröle der Altersklassen bis 15 und bis 18 und lachten und klatschten bei jedem Witz. Sogar zu den zahlreichen Geburtstagsständchen (Wie viele Leute können denn an einem Tag Geburtstag haben?) trugen wir ein paar Töne bei.
Und endlich war es soweit. Wir waren bei der letzten Kategorie angelangt, dem Sonderpreis Nummer2, diesmal gestiftet von der KVG. Unser Moment nahte.
Ungeduldig harrten wir unserer Trailervorschau und endlich war der Moment zur Eroberung der Bühne gekommen! Doch gemäßigten Schrittes durchquerten wir den Saal, erklommen die Treppen zur Bühne und stürzten uns erneut ins Blitzlichtgewitter. Tom wartete auch schon mit einer riesigen Urkunde und den hochgefeierten Strandspielen auf uns. Nach den obligatorischen Fotos und einem Interview mit mir, in dem Tom und ich uns über unsere schlimmsten Erfahrungen im öffentlichen Nahverkehr austauschten, mussten wir die Bühne nach einem letzten Lächeln für die Zuschauer auch schon wieder räumen.
Stolz zogen wir uns mit der Urkunde wieder auf unsere Plätze zurück und lauschten noch andächtig den Abschlussworten des letzten Redners.
Damit war es dann auch schon kurz nach 16h und die Preisverleihung ging in die Aftershow Party über. Oder besser das Aftershow Buffet. Glücklich über die Urkunde und unser neues Autogramm von Tom mit herzlicher Widmung zogen wir uns an den Tisch zurück und genossen unser hart erangeltes Essen.
Nach einer Stunde gepflegten Tischgesprächs und lebhaften Diskussionen über die nominierten Beiträge, war dann schließlich der Moment des Aufbrauchs gekommen. Wir packten unsere Sachen und zogen von dannen. Wie war das noch einmal? Ach ja, genau! Wir hatten bei der Birne geparkt. Leider brachte uns das nur wenig, da wir rückzugs mit Fr. Ramisch fuhren. Aber bei dem Auto war das keine unangenehme Überraschung.
Und obwohl die Ironie als stilistisches Mittel immer wieder die Überhand gewinnt, so muss ich doch zugeben, dass ich mich - und die anderen sich sicherlich auch - sehr über unsere Auszeichnung gefreut habe! Deswegen möchte ich mich, auch im Namen der anderen, bei Ihnen, Hr. Edelmann, für die tatkräftige und geduldige Unterstützung für uns und das Projekt bedanken!
Hannah Freudenstein, Jhrg 12

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