Ursulinenschule Fritzlar

  

Medien machen Schule 2008

Ein interessanter Artikel von Hanna Fischer 10 G1

Am Dienstag, den 27.5.07 ab 19:00 Uhr im Treff, werden zum ersten Mal in Deutschland die Videofilme gezeigt, die von der Jahrgangsstufe 10 der Ursulinenschule während des  Projekts „Medien  machen Schule bei den Ursulinen“ produziert wurden. Das Projekt wurde in Kooperation mit der Landesanstalt für privaten Rundfunk und dem Offenen Kanal Kassel von Januar bis März 2008 an der Ursulinenschule durchgeführt. Zu dieser Premierenfeier laden wir alle Beteiligten sowie deren Eltern und Verwandte ein. Eine Jury, besetzt aus qualifizierten bekannten Vertretern der örtlichen Filmszene, wird an diesem Abend aus allen eingereichten Beiträgen den besten auswählen und mit dem begehrten Videopreis der  "Goldenen Ursula“ auszeichnen.

Wir freuen uns auf einen schönen und spannenden Abend mit euch!!!

Die kleine Schwester des Oscar

„Goldene Ursula“-Filmpreis kürt Schulsieger des Projekts „Medien machen Schule 2008“ an der Ursulinenschule

FRITZLAR. Filmmaterial schneiden, Interviews führen und Off-Texte sprechen – all das sind für die Schüler des Jahrgangs 10g der Ursulinenschule in Fritzlar keine Fremdwörter mehr. Sie alle nahmen von Januar bis März für 3 Wochen am Projekt „Medien machen Schule 2008“ der Landesanstalt für privaten Rundfunk und des Offenen Kanal Kassel teil.

Am Dienstagabend wurden die erstellten Magazinbeiträge zum ersten Mal dem gespannten Publikum präsentiert und der beste Beitrag mit dem Schulpreis „Goldene Ursula“ prämiert. Eine Jury als medienerfahrenen Schülern der Jahrgangstufe  13 wählte schließlich den Film „Der Hausmeister Herr Kirchner“ als Besten der 12 Beiträge aus.

Zu Beginn der Veranstaltung richtete der Initiator und Medienfachmann der Ursulinenschule Günter Edelmann ein paar Worte an die Zuschauer. Er erklärte das zur Medienkompetenz mehr gehöre, als den Fernseher bedienen zu können, vielmehr gehe es darum, Nachrichten zu verstehen, öffentliches Interesse zu wecken und die eigene Meinung zu äußern.

Yannick Neuhaus und Moritz Splietorp führten durch das weitere, abwechslungsreiche Filmprogramm des Abends. Die Themen der Beiträge reichten von jugendspezifischen Problemen, wie Nebenjobs, Alkoholkonsum und „Führerschein ab 17“, über Lokales, wie der geplante Bau der Disco in Fritzlar oder den Standort der Bundeswehr, bis hin zu Schulpolitischem, wie der Unterrichtsgarantie Plus oder dem Sportunterricht. In Filmen über das Schulorchester, die Pausenregelung und die Baseballmannschaft ging es um den Schulalltag. Ein anderer Beitrag setzte sich mit dem Begriff „Nonnenbunker“ als Bezeichnung für die Ursulinenschule auseinander.

Abschnittweise wurden die Filme vorgeführt und anschließend die beteiligten Schüler zu ihren Erfahrungen befragt. Es zeigte sich, dass die Erstellung von Magazinbeiträgen viel Zeit und Kreativität erfordert. So war eine Gruppe von Schülern auf eine Drehgenehmigung des Bundeswehr angewiesen und auch für Aufnahmen in der Polizeistation Fritzlar gab es strenge Auflagen. Überraschend war für die Filmanfänger, wie viel Material für einen 5-minütigen Beitrag notwendig ist.

Nachdem alle Filme gezeigt wurden, stieg noch einmal die Spannung unter den Schülern. Am Ende konnten sich die Redakteure des Films „Der Hausmeister Herr Kirchner“ freuen, die mit ihrer Reportage über den Alltag eines Hausmeisters die Jury überzeugten. Die Sieger erhielten neben einer Trophäe, in Form einer Kamera, Kinogutscheine und eine Urkunde.

Schließlich wurde allen Werken applaudiert und die Schulleiterin Frau Ramisch schloss die Veranstaltung mit besonderem Dank an Günter Edelmann und Jan Weimann, ohne deren Einsatz die vielen beeindruckenden Beitrage nicht entstanden wären.

Bericht von Inken Stremetzne, Jahrgang 13 der Ursulinenschule Fritzlar:

 

Über das Projekt:

Dieses Projekt des Medienprojektzentrums Kassel soll den Schülern Einblicke in die Arbeit eines Fernsehredakteurs gewähren und ihnen deutlich machen, welche Arbeit mit einem kurzen Fernsehbeitrag verbunden ist. Gleichzeitig können die Schüler den Umgang mit der komplizierten Fernsehtechnik kennen lernen. Die teilnehmenden Klassen wurden in gleichgroße Gruppen von ca. fünf bis sechs Schülern aufgeteilt, welche die ganze Woche über in der Gruppe zusammenarbeiteten mit dem Ziel, am Ende des Projektes einen kurzen Magazinbeitrag präsentieren zu können. Alle Filme zusammen sollten dann eine Art Boulevardmagazin ergeben, wie zum Beispiel die Sendungen "Brisant", "taff' und "explosiv". Um dies professionell durchführen zu können war eine gründliche Einführung von großer Bedeutung. Deshalb wurden am ersten Tag die Kleingruppen mit dem Umgang der Kameras vertraut gemacht, indem sie beispielsweise einen Korbwurf beim Basketballspiel filmten, oder bestimmte Motive aus den verschiedenen Perspektiven aufnahmen. Anschließend machten sich die Gruppen gemeinsam mit ihrem Mediator Gedanken über das Thema ihres Magazinbeitrages, was eine wichtige Vorbereitung für den zweiten Tag war, an dem die Schüler gemeinsam mit ihrem Deutschlehrer Herrn Berges ein Konzept erarbeiten sollten. Dies stellte sich als gar nicht so einfach heraus, weil man auf jede Kleinigkeit achten musste. Besonders eine Gruppe hatte mit der Ausarbeitung des Konzepts zu kämpfen. Außerdem mussten die Schüler an diesem Tag schon Termine für den Drehtag vereinbaren, wie zum Beispiel Interviewtermine. Am dritten Tag, dem Drehtag, war es dann endlich soweit. Die Kleingruppen zogen ausgerüstet mit Kamera, Stativ und Mikrophon los, um Bildmaterial aufzunehmen. Die aufgenommenen Sequenzen mussten dann am letzten Tag in den Computer eindigitalisiert und geschnitten werden, um einen fertigen Magazinbeitrag zu erhalten. Nach einigen Stunden Computerarbeit wurden dann alle fertigen Magazinbeiträge vor der ganzen Klasse präsentiert. In meiner Klasse waren folgende Beiträge vertreten:

  • Unterrichtsgarantie plus

  • Ursulinenschule = "Nonnenbunker"?

  • Schulsport, ein sinnvolles Fach?

  • Ein Tag mit dem Hausmeister

Dem besten Magazinbeitrag winkt am Ende des Schuljahres der heiß begehrte Filmpreis "Goldene Ursula", welcher dann feierlich von Herrn Edelmann überreicht wird. Trotz einiger Schwierigkeiten lässt sich abschließend sagen, dass das Medienprojekt allen Spaß gemacht hat, und eine große Bereicherung war. Manch einer hatte sogar seine Leidenschaft für das Fernsehen entdeckt!
Wir bedanken uns bei Herrn Edelmann, der dieses Projekt möglich gemacht hat, und bei den Mediatoren vom Offenen Kanal Kassel.

Marco Stahl 10g3