Kleine Küken lassen Kinderherzen höher schlagen
Man kann es kaum glauben. 29 Schüler der Klasse 6G3 stehen andächtig nebeneinander. Es wird nur geflüstert. „Ach, sind die süüüß!“ „Die sind ja ganz warm und flauschig.“ Behutsam streicheln die Zwölfjährigen die erst vor wenigen Tagen geschlüpften Küken. Einige halten sogar die kleinen, watteweichen Wesen vorsichtig in ihren Händen.
Dass die kleinen Gäste die Ursulinenschule für einige Tage beehren und nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer entzücken, verdankt die Schule der Biologie- und Deutschlehrerin Brigitte Winkler. Im Rahmen eines von ihr initiierten fächerübergreifenden Projektes wurden am 23. März 40 Hühnereier der verschiedensten Rassen (u. a. auch Zwerghühner) vom Züchter Rudi Ehrhardt in einer Brutmaschine in die Schule gebracht. Tatkräftige Unterstützung beim Aufbau eines kleinen Stalls erhielt er von einigen Schülern aus der 7H, die nach dem Schlüpfen die Verantwortung übernahmen. Am 25. März schlüpften die Küken schließlich aus den vorgebrüteten Eiern. Dieser Vorgang wurde von den Schülern fasziniert verfolgt. Schon während des Schlüpfens erhielten die Küken ihre Namen. Einige wurden sogar angefeuert. Nach dem dreistündigen Aufenthalt im warmen Brutkasten kamen sie in den vorbereiteten Stall, um sich langsam vom anstrengenden Schlüpfen zu erholen.
Vorbereitet wurde das Projekt im Biologieunterricht. Die Hühnereier wurden präpariert und die Schüler betrachteten Keimscheiben. Des Weiteren ging es um Anatomie und Vermehrung. Weitergeführt wird das Projekt im Deutschunterricht. Dort erstellen die Schüler Fotodokumentationen, drehen Videos und schreiben Berichte über das Schlüpfen der Küken.
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