Ursulinenschule Fritzlar

  

Kassel - Poznan  2006

„running pics- bewegte Bilder sprechen alle Sprachen“- Reloaded

 Der Filmworkshop mit unseren polnischen Freunden ging in die zweite Runde.

Vom 26.10.06 – 31.10.06 wurde in Kassel zu Ende geführt, was letzten Sommer in Posen begonnen hatte. Jede der 3 Filmgruppen stellte einen zweiten Film her, sodass es zu jedem Thema einen in Posen und einen in Kassel hergestellten Film gab.

Die Themen waren :

1.Stadt und Menschen

2.Kassel / Posen alt neu

3.Komunikation und Werbung

Der Höhepunkt des ganzen Projektes beruhte auf der Live-Sendung im Offenen Kanal Kassel am Dienstag Abend 18:15 bis  19:15.

Nachdem Steffen Ackermann anhand einer Power Point Präsentation, die bereits in Polen produzierten Filmbeiträge einer gründlichen aber auch hilfreichen Kritik unterzogen hatte, starteten wir am Freitag Morgen hoch motiviert an der Produktion der nächsten Dokumentarfilme, denn nun sollte alles noch besser werden.

Zuerst erstellte jede Arbeitsgruppe ein Drehkonzept welches Grundlage für unsere späteren Filme sein sollte. Ursprünglich war geplant sämtliche Dreharbeiten an einem Tag durchzuführen, doch leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Genauso grau wie der Himmel waren auch die Aussichten auf gutes Filmmaterial. Deshalb wurde auch die Zeit für die Schnittarbeiten knapper und eine Gruppe schnitt sogar auch die Nacht durch, während andere erst wenige Minuten vor Beginn der Livesendung fertig wurden. Zu all dem musste das Studio zu Beginn der Proben noch startklar gemacht werden und die Akteure mussten in ihre Jobs wie z.B Kamera, Studioton oder Beleuchtung eingeführt werden. Die Zeit wurde knapper, doch der Termin stand fest: pünktlich um 18:15 musste die Sendung beginnen, daran gab es nichts mehr zu rütteln.

Dank der gelungenen Arbeitsteilung konnte der Termin aber perfekt eingehalten werden und die Sendung, für die der Moderator Stefan Bornemann engagiert war, lief bis auf kleinere Pannen perfekt ab, sodass danach gefeiert werden konnte: direkt im Anschluss an die Sendung gab es Sekt für alle Beteiligten, ein Abendbuffet in der Cuba-Lounge und im Anschluss das übliche Partyprogramm in unserer Herberge, der Reinhardswaldschule.

Aber natürlich drehte sich nicht die ganze Woche um das Filmedrehen, denn der Workshop sollte ja neben dem medienpädagogischen Ziel auch die deutsch-polnischen Jugendlichen miteinander in Kontakt treten lassen.

Man kannte sich ja bereits ein wenig, da viele bekannte Gesichter aus dem vergangenem Austausch im Sommer wieder dabei waren, aber auch viele neue Leute haben sich auf den Weg nach Kassel gemacht. Außerdem kam die polnische Filmmannschaft nicht allein, sie hatte sich die Theatergruppe zur Verstärkung mitgebracht. Anfangs war es etwas schwer miteinander zu kommunizieren, aber schon nach kurzer Zeit stand man beisammen und versuchte sich gegenseitig die fremden Sprachen beizubringen. Abends hat man sich dann zusammengesetzt, gelacht und sich kennen gelernt, oder man steigerte sich beim Karaoke -Singen in ungeahnte Ekstase. Auf jeden Fall gab es schnell gemischte Gruppen, man war bereit offen zu sein für Neues und schob im Takt das Tanzbein über das Parkett. So wurde wieder wahr, was die deutsch-polnischen Filmtreffen schon immer auszeichnete eine eingeschworene Gemeinschaft jenseits des Zelluloids und des digitalen Flachbildschirms.

Die letze Nacht über, im Anschluss an die gelungene Livesendung, blieben einige sogar komplett wach, was bei den polnischen Schülern auch als „Grüne Nacht“ bekannt ist.

Die Zeit verflog viel zu schnell und ehe man sich versah, saß man im Bus und die Polen waren schon auf dem Heimweg.

Auch wenn nicht immer alles so geklappt hat, wie es sollte und manche bis tief in die Nacht am Computer sitzen mussten um den Film für die Live-Sendung fertig zu bekommen, hat man doch jede Menge neue Erfahrungen gesammelt und vor allem neue Freunde gefunden.

Und jeder hatte mit Sicherheit sehr viel Spaß bei diesem Projekt!

  Von  Maria Madloch, Simon Schäler und Mattis Hohmann

Hier einige Bilder