Ursulinenschule Fritzlar

Freizeiterziehung

Freizeiterziehung: Die besondere pädagogische Prägung der Ursulinenschule 

Freizeiterziehung gehört seit Anfang der 1980er Jahre zum besonderen pädagogischen Profil unserer Schule, das ursprünglich in Zusammenarbeit mit unserer Fachschule für Sozialpädagogik entwickelt wurde. Sie umfasst die zweistündige Spielerziehung in den Eingangsklassen, ein zweistündiges Fach „Freizeit“ in den Klassen 6 und 7 und den Wahlpflichtunterricht der Klassen 8 bis 10 (bzw. 9 im achtjährigen Gymnasium). In der Schule werden diese drei Bereiche meist unter dem kurzen Begriff „Freizeit“ gefasst. Dabei ist die Befähigung zu einer selbstbestimmten und sinnerfüllten Freizeitgestaltung nur eines der in der „Freizeit“ verfolgten Ziele. 

„Freizeit“ ist ein Bereich, in dem Schülern ein besonderer Erfahrungsraum zur Verfügung gestellt wird, in dem Leistung, Lebensfreude, Muße und Besinnung in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. In projektorientierten Arbeitsformen wird das Selbstwertgefühl der Schüler gestärkt und Eigenständigkeit und Urteilsfähigkeit gefördert. Die Schüler erwerben beim gemeinsamen Arbeiten Methoden- und Sozialkompetenz, erleben Gemeinschaft und tragen zunehmend selbst Verantwortung für ihr Lernen. Entsprechend der Begabungen der Schüler wird die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit gestärkt. Die Kinder und Jugendlichen erkennen, dass Leistungen nicht nur im intellektuellen Bereich zählen, sondern auch im karitativen, gestalterischen, musikalischen, handwerklichen und sportlichen Bereich Anerkennung finden. Die wissenschaftliche Grundlage bildet die Begabungstheorie Howard Gardners, die wir an das besondere Profil einer katholischen Schule angepasst haben. 

Lernen in der „Freizeit“ bedeutet die Verknüpfung von Individualisierung, sozialem Lernen, vernetztem Denken und Methodenlernen. Das Fach ist schulform-, zum Teil auch stufenübergreifend organisiert und verbindet so die einzelnen Bereiche unserer kooperativen Gesamtschule. Dies ist wichtig für die Erfahrung der Schule als Gemeinschaft und erleichtert einen eventuellen Übergang zwischen den Schulformen. 

Zusätzlich zum Fach „Freizeit“ erhalten die Schüler weitere, freiwillige Angebote, um sie ganzheitlich zu fördern: 

  • Jahrgangs- und schulformübergreifende Arbeitsgemeinschaften am Mittwochnachmittag mit über 30 Angeboten (z. B. Musikensembles, Theater, Biotop, Plastisches Gestalten, Baseball, Schwimmen, Schreibwerkstatt, Aquarellmalerei, Arbeitskreise zur Gestaltung der Schule)

  • Offener Freizeitbereich mit Spielothek, Teestube, Bastelzimmer und Schwimmbad, betreut durch vier Erzieherinnen

  • Förderstunden in den Hauptfächern zur individuellen Hilfestellung für besonders leistungsschwache oder leistungsstarke Schüler in den unteren Klassen

  • Hausaufgabenbetreuung in den unteren Klassen

  • Bettina-von-Arnim-Forum mit Gastvorträgen aus allen wissenschaftlichen und künstlerischen Bereichen zur Öffnung der Schule