COMENIUS
Das bedeutet, die
Ursulinenschule wird in den nächsten zwei Schuljahren mit Schulen aus England,
Frankreich, Spanien und Finnland im „Restaurant Rendez-vous“ Platz nehmen!
Wir freuen uns riesig! So hat sich die aufwändige und schweißtreibende Bewerbung
gelohnt. Während der Projektwoche zum Thema „Ernährung und Gesundheit“ werden
ca. 50 interessierte Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Frau Anders
und Herrn Wefing Anregungen und Impulse für die neue Schulpartnerschaft sammeln
und veröffentlichen.
Alles Weitere könnt ihr / können Sie in der nächsten Zeit auf unserer Homepage erfahren.
COMENIUS - zum Stand der Dinge (Mai 2009)
Nachdem die Vertreter der fünf Partnerschulen zwei Monate lang intensiv an einem ca. 50seitigen Projektantrag gearbeitet und diesen fristgerecht zum 20. Februar 2009 abgegeben haben, hat die lange Zeit des Wartens begonnen. Erst ca. Ende Juli ist mit dem Bescheid der zuständigen EU-Agentur zu rechnen, ob alle fünf Partnerschulen in das Projekt aufgenommen und damit auch finanziell durch die EU gefördert werden.
Wir schauen also gespannt, aber optimistisch in die Zukunft!
Zwischenzeitlich habe ich den Schülervertretern das Comenius-Projekt vorgestellt und diese gebeten, die Idee weiter in ihre Klassen zu tragen. Ich hoffe, das hat geklappt! Für weitere Informationen stehen Herr Wefing oder ich jederzeit zur Verfügung.
Im Rahmen der Projektwoche „Gesundheit und Ernährung“ (06.07.09 bis 08.07.09 – letzte Woche vor den Sommerferien) wird es auch ein Projekt zu „Comenius“ geben. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Zwischenzeitlich wurde schon zum Thema „Ernährung“ gearbeitet: Herr Pflüger, Referendar an unserer Schule mit den Fächern PoWi und Sport, hat in der Klasse 7G1 ein Projekt zum „Konsumverhalten“ (steht für die 7. Klassen auf dem Lehrplan) durchgeführt: Die Schüler haben in Fritzlarer Supermärkten zu verschiedenen Aspekten Umfragen durchgeführt. Sie wollten beispielsweise wissen, wie viel Wert die Bürger der Region auf Qualität legen, ob sie vorwiegend Bio-Lebensmittel kaufen, usw. Erstaunlich waren dabei die unterschiedlichen Ergebnisse in Bezug auf das Kaufverhalten von Männern und Frauen und auch zwischen den Altersgruppen. Ein interessantes Projekt, das den Schülern Spaß gemacht hat, auch weil sie nicht nur theoretisch, sondern ganz realitätsnah arbeiten konnten!
Spannend wird es, wenn die Ergebnisse der deutschen Schüler mit denen der ausländischen Partnerschulen verglichen werden können.
Für interessierte Kollegen: Herr Pflüger gibt gern nähere Auskünfte zum Projekt!
In Kürze erscheint hoffentlich auch in der HNA ein Artikel zu diesem Projekt.
Auch im Deutschunterricht wurde in der Klasse 7G1 das Thema „Ernährung“ aufgegriffen: Die Autorin M. P. Haddix entwirft eine Zukunftsgesellschaft, in der aufgrund der verschärften Welternährungslage spektakuläre politische Maßnahmen ergriffen werden: Jede Familie darf nur noch zwei Kinder haben. „Illegale“ dritte Kinder leben versteckt als „Schattenkinder“ - so auch der Titel des spannenden Jugendromans -, bis sie einen Aufstand planen. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. Wen diese Kurzbeschreibung neugierig gemacht hat, der möge den Roman selbst lesen.J
Birgit Anders

Bericht aus HNA vom 26.06.09
Die Frauen entscheiden
EU-Projekt zum Thema Ernährung - Schüler untersuchen und wollen vergleichen
Von Ulrike Lange-Michael
Fritzlar. Wer für seine Familie Nahrungsmittel einkauft, der achtet eher auf den Preis und sieht in Billigmarken nicht unbedingt einen Qualitätsmangel. Regionale Produkte werden bevorzugt eingekauft, Jüngere ernähren sich eher von Fastfood. Und die Frauen sind es vor allem, die entscheiden, was gekauft und gegessen wird in Fritzlarer Haushalten - sie kochen schließlich auch meistens.
All das sind Ergebnisse einer Fragebogen-Aktion, die Schüler der Klasse 7G der Ursulinenschule im Politik-Unterricht von Lehrer Matthias Pflüger erarbeitet und ausgewertet haben. 100 Frauen und Männer wurden dafür vor zwei Fritzlarer Supermärkten zu ihrem Einkaufsverhalten von Nahrungsmitteln befragt.
"Der Geschmack der Nahrungsmittel ist für die meisten Befragten sehr wichtig", lautete eine Erkenntnis. Deutlich wurden geschlechtsspezifische Unterschiede: Frauen achten immer auch auf den Preis, Männer kaufen dagegen häufig, was sie gerade wollen und benötigen. Für Alleinstehende und Ältere ist der Preis nicht so entscheidend, sie verfügen vermutlich über mehr Geld, meinen die Schüler.
Fleisch, Nudeln und Gemüse, frisch zubereitet, stehen ganz oben auf der Beliebtheitsskala beim Essen, als Lieblingsgericht steht die klassische Roulade an der Spitze, bei den regionalen Lebensmitteln ist es die nordhessische Ahle Wurscht.
Jede Menge Erkenntnisse sammelten die Siebtklässler bei dem Projekt, das zu einer europaweiten Aktion des Programms Comenius gehört (siehe Hintergrund). Die Ergebnisse werden in den kommenden Wochen und Monaten verglichen, mit ähnlich gearteten Befragungen, die Schulklassen in Finnland, England, Frankreich und Spanien gemacht haben.
"Ich finde es spannend zu sehen, wie die Menschen in anderen Ländern Europas einkaufen und sich ernähren", sagte eine Schülerin. Sie freut sich auf die Kontakte zu den Schülern, die hauptsächlich über Internet laufen werden.
Legen andere Europäer mehr Wert auf Frische oder Qualität? Essen sie mehr Obst und Gemüse, mehr Fertiggerichte, haben sie andere Essenszeiten? Wie viel Geld geben sie aus für ihre Ernährung und welchen Stellenwert hat sie?
Viele Fragen, auf die im Laufe des Projektes Antworten gesucht werden. Auf der Homepage der Ursulinenschule wird laufend über den Fortgang informiert: www.ursulinenschule.de/comenius.php
Planungstreffen in Smermesnil / Frankreich 27.09. - 01.10.2009
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