Wir trauern um
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Dennoch bleibe ich stets bei dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rate und nimmst mich am Ende mit Ehren an. Psalm 73 |
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Gott vollendete das irdische Leben von
Schwester Ancilla Schulemann
* 23. Januar 1923
+ 31. August 2011
Orden der Ursulinen
Seit ihrem Eintritt in das Ursulinenkloster 1948 widmete sie sich der Erziehung junger Menschen. Über Jahrzehnte prägte sie als stellvertretende Schulleiterin das schulische Leben. Stets war ihr Streben, jungen Menschen einen Weg nach dem Evangelium aufzuzeigen, wobei ihr die Bewahrung der Natur sehr am Herzen lag.
Wir danken Gott, dass er Sr. Ancilla immer wieder die Kraft gegeben hat, so viel Gutes für unsere Schule zu bewirken.
Das Requiem feierten wir am 5. September um 14:30 Uhr in der Ursulinenkirche in Fritzlar; anschließende Beisetzung auf dem Klosterfriedhof.
Ansprache von Frau Ramisch
Beerdigung Sr.
Ancilla 05. September 2011
* 23. Januar 1923 + 31. August 2011
getragene
können
tragen
gegründete
können
stütze sein
gehaltene
können
halten
ein haus –
menschen –
pfeiler sein
gegen alle erschütterungen
Peter
Klever
Pfeiler sein gegen alle Erschütterungen. Ein Fels in der Brandung – so überzeugte und trat Sr. Ancilla ihren Gesprächspartnern gegenüber.
Mit ihrem Eintritt in den Ursulinenorden im Jahr1948 hat sich Sr. Ancilla voll und ganz Gott anvertraut. Durch dieses Gottvertrauen war sie eine von Gott Getragene und Gehaltene. Die daraus erwachsenen Kräfte halfen ihr, viele Schülergenerationen zu tragen und zu halten.
Verwurzelt im christlichen Glauben und gegründet in der ursulinischen Gemeinschaft war sie Kolleginnen und Kollegen im Schulalltag wertvolle Stütze und unbeugsamer Pfeiler gegen die Erschütterungen des Lebens.
41 Jahre lang gab sie biologisches, geschichtliches und mathematisches Wissen an ihre Schüler und Kollegen weiter. Die Bewahrung der Schöpfung, der Umgang mit der Natur lagen ihr stets am Herzen. Wie groß war ihre Freude und Begeisterung, wenn die Kraniche über Fritzlar zogen oder sie einen flügellahmen Turmfalken hochpäppeln konnte.
Die Versorgung aller in der Schule befindlichen Aquarien in den Ferien und an
Wochenenden ließ sie sich auch nach ihrer Pensionierung nicht nehmen. Ihr
historisches Wissen fand in unserem mittelalterlichen Städtchen ein reiches
Betätigungsfeld. Sie hatte ein geschichtliches Detailwissen, welches kaum zu
übertreffen war.
Als Organisationsleiterin hantierte sie virtuos mit winzigen, magnetbehafteten
Blättchen, um sie an selbstgefertigten Tafeln zu einem Gesamtbild, dem
Stundenplan, zusammenzufügen.
Gewissenhaft sorgte sie sich um jeglichen Hausrat und jegliches Inventar der Schule: Messer und Gabeln, die Anzahl wurde nach Gebrauch genauestens überprüft und gezählt. All ihre frei verfügbare Zeit widmete sie der Schule. Sie kannte alles – wusste alles, denn die Schule war Teil ihres klösterlichen Lebens und ihrer Berufung.
Was ihr Name „Magd“ versprach, hat sie als Magd des Herren überzeugend gelebt. Nicht nur im Konvent, sondern auch in der Schule.
Im Jahr 1993, im Alter von 70 Jahren, schied Sr. Ancilla aus dem aktiven Schulleben aus.
Heute nun müssen wir Abschied nehmen.
Die Schulgemeinschaft sagt Danke für den jahrzehntelangen Einsatz von Sr.
Ancilla. Als stellvertretende Schulleiterin hat sie die Weiterentwickung der
Schule und das Schulleben mitgestaltet, bereichert und sich in vielfältiger
Weise um die Schule verdient gemacht. Gegen alle Erschütterungen, Widerstände
des Alltags und des Lebens war sie Stütze und Pfeiler.
Sr. Ancilla hat mit ihrem Wirken Spuren hinterlassen.
Dafür danken wir ihr von ganzen Herzen.
Und ich versichere, wir, die heutige Lehrergeneration, werden uns nach
besten Kräften bemühen, das Lebenswerk unserer Ursulinenschwestern
weiterzuführen;
Entsprechend der Weisung der Hl. Angela Merici, Ordensgründerin der Ursulinen:
„Haltet Euch an den alten Weg. Und lebt ein neues Leben“.
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